30 Jahre Knast

VirusHöhö. Der Viagra-Spammer schlechthin muss für 30(!) Jahre hinter schwedische Gardinen. Geschieht ihm Recht. Das Strafmaß basiert aber nicht hauptsächlich auf dem Tatbestand „Spamming“, sondern ihm wird unter anderem auch ein Mordkomplott vorgeworfen. Ausserdem hat er mit illegalem Arzneihandel satte 24 Millionen Dollar „verdient“.

Aber mal ehrlich? Nimmt der Spam jetzt dadurch ab? Klares Nein, oder?

Ausserdem ist das alles etwas reisserisch. Der Spammer hat die 30 Jahre nicht erhalten wegen dem Spammen sondern hauptsächlich wegen den anderen beiden Delikten (Mord, Betrug).
[tags]spam[/tags]

Lustige Captchas

Jeder kennt die Captchas bestimmt. Bedingt durch unsere lieben Spammer muss man ja oftmals zu solchen Maßnahmen greifen. Oft sind die kleinen Grafiken ja leicht zu entziffern, aber manchmal gibt’s auch richtig fiese Brocken, wie diesen kleinen Test:

Aaahja. 🙂

Mehr lustige Captchas findet man hier.

Via Download-Squad

[tags]Captcha,Spam[/tags]

Wieder „Google-Spam“

Anscheinend schwappt da gerade erneut die Webmaster-Angstmach-Welle über uns herein. [heise] Da ist aber jemand hartnäckig. Was soll die Welle bringen? Email-Phishing?

[tags]Spam[/tags]

Spam: Entfernung Ihrer Webseite www.patrickkempf.de aus dem Google Index

Wieder mal eine etwas fiesere Variante von Spam bei mir (im Spam-Fach bei Gmail :-))eingetrudelt:

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.patrickkempf.de,

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

http://www.google.de/webmasters/guidelines.html

Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.patrickkempf.de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 30 Tagen vorgesehen.

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

*Seiten wie z. B. patrickkempf.de, die zu Seiten wie z. B. http://www.patrickkempf.de/index.htm mit Hilfe eines Redirects weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen,, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder
entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

Anbei erhalten Sie ein Google Webmastertool um Ihre Seite erneut zu indexieren.

Google Search Quality Team
Kopie an: webmaster@___rickkempf.de

Abgesehen davon, dass es keine index.htm bei mir gibt war dieser Spam von der Sorte „Huch, ich habe mich zuerst ganz schön erschreckt“.

Aber, das sieht mir alles einfach nur nach plumper Email-Phisherei aus. 🙂

Nachtrag: Mittlerweile gibt es eine offizielle Stellungnahme von Google.

Spam: Mensch mit Herz

Eigentlich bin ich ja ein Mensch mit Herz. Aber beim Spam hört es auf. Entweder ist der vermeintliche Verfasser der Mail einfach nur saudämlich oder es ist ein ausgekochter Joe-Job.

Guten Tag lieber Mensch mit Herz!

Ich bin Vater von 4 kleinen Kindern und weiss keinen Rat mehr. Wir haben nichts mehr zu essen. Ich bin seit mehr als 8 Jahren arbeitslos, da ich schwer erkrankt bin. Ich bin zu stolz mir Hartz4 abzuholen. Ich dachte immer, schlimmer kann es nicht kommen. Aber ich musste feststellen, dass es nach unten keine Grenze gibt. Es wird Ihnen sicher nicht schwer fallen, mir einen 5 Euro Schein zu schicken. Wenn einige Leute mir helfen, dann sehe ich wieder Licht am Horizont. Bitte helfen Sie mir. Mit nur 5 Euro, die Ihnen sicher nicht weh tun.

Stecken Sie doch einfach den 5 Euro Schein in ein Kuvert und senden es an:

Txxxxx Vxxxx, Axxxx, 06110 Halle

Wenn Sie gerade keine Briefmarke haben ist das egal. Ich kann das Porto von den 5 Euro bezahlen.

Ich hoffe, dass Sie ein Herz haben und mir und meinen Kindern helfen werden.

Danke! Danke! Danke! Bitte die Mail an alle Menschen mit Herz weitersenden!

Txxxxx Vxxxx

Zuerst dachte ich ja, das wäre echt, aber so blöd kann man nicht sein.

[tags]Spam,JoeJob[/tags]

Spam: „Widerruf der Genehmigung zur Speicherung meiner Daten fuer gewerbliche Zwecke“

Habe eben interessanten Spam bekommen, der mich zuerst etwas überraschte — da ich fast drauf reingefallen bin! Verdammte Hunde!

Unverlangte Werbe-E-Mails an meine Adresse info@****.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 14.4.2007, 17:43 Uhr erhielt ich unverlangte Werbe-E-Mails Ihrer Webseite www.patrickkempf.de auf meinen beruflich genutzten E-Mail-Account.

Ich habe bislang keinerlei Kontakt zu Ihrem Unternehmen gehabt oder die Zusendung derartiger Mails in irgendeiner Art und Weise angefordert. Insbesondere habe ich mich nicht in eine irgendwie geartete Mailingliste eingetragen um derartige Informationen zu erhalten. Die Beweislast fuer eine solche Eintragung liegt nach der Rechtsprechung ohnehin auf Ihren Seiten. Wie Ihnen sicher bekannt ist, stellt die Werbung mittels E-Mail eine unzulaessige und unterlassungsfaehige Belaestigung im Sinne von Paragraph 823, 1004 BGB dar, da sie die Aufmerksamkeit des Betroffenen ueber Gebuehren hinaus in Anspruch nimmt und zu einer unzumutbaren Belastung des Privat- und Arbeitsbereichs fuehrt. Bei dem Versand auf beruflich genutzten Mail-Accounts liegt zudem ein zielgerichteter Eingriff in den eingerichteten und ausgeuebten Gewerbebetrieb gemaess Paragraph 823 Abs. 1 BGB vor. Dies ergibt sich bereits aus der bislang bestehenden Rechtsprechung und ist seit der juengsten Aenderung der TKV und der EU-Richtlinie ueber die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphaere in der elektronischen Kommunikation auch geltendes Recht in Deutschland. Selbst wenn Sie die fraglichen Werbe-E-Mails nicht selbst geschrieben haben, so haften Sie als Verantwortlicher fuer die geworbene Seite in jedem Fall als mittelbarer Stoerer.

Ich fordere Sie daher auf, bis 22.4.2007, 12.00 Uhr hier eingehend,

eine Unterlassungserklaerung dergestalt abzugeben, es bei Meidung einer Vertragsstrafe von Euro 5.100,00 fuer jeden Fall der Zuwiderhandlung zu unterlassen, an meine o.g. E-Mail-Adresse Werbenachrichten per E-Mail zu versenden, es sei denn, der Unterzeichner hat zuvor dem Versand ausdruecklich zugestimmt oder es hat zuvor eine Geschaeftsbeziehung bestanden.

Zudem werden Sie aufgefordert, gemaess Paragraph 34 BDSG Auskunft darueber zu erteilen:

1. Welche Daten ueber mich bei Ihnen gespeichert sind und aus welcher Quelle Sie diese Daten gewonnen haben.

2. Welcher Zweck mit der Speicherung dieser Daten verfolgt wird.

3. An welche Personen oder Stellen diese Daten uebermittelt wurden.

Die Abgabe dieser Erklaerung erwarte ich ebenfalls innerhalb der Ihnen gesetzten Frist bis zum 22.4.2007.

Sollten Sie innerhalb der gesetzten Frist nicht die Unterlassungs- und Datenschutzerklaerung abgegeben haben, so werde ich unverzueglich gerichtliche Schritte gegen Sie einleiten.

Eine Kopie sende ich an meinen Rechtsanwalt: kanzlei@******.de Dieser wird den Landesdatenschutzbeauftragten informieren. Ausserdem geht eine Meldung an die Wettbewerbszentrale und den Verbraucherschutz. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige behalte ich mir vor, da Sie nicht im Betreff Ihrer Mail zu erkennen gegeben haben, dass es sich um Werbung handelt.

Mit freundlichen Gruessen

Hat den Müll sonst noch jemand erhalten? Scheint recht neu zu sein.

Nein! Ich brauche keinen Ledersessel!

Nein, nein, nein! Wie oft wollt ihr Spammer mir diesen Müll noch schicken?

Ich brauche verdammt noch mal weder einen hässlichen Luxus-Sessel noch einen dämlichen Hocker noch sonst irgendeinen Kram, der „ideal für Praxen, Empfangsraum, Arztpraxis, Gastronomie oder Privat“ ist.

nein danke

Wieso checkt das ausserdem mein Thunderbird nicht? Jedesmal muss ich den Dreck erneut als Junk markieren. Argh!

Hat ‚Google Mail‘ Schluckauf?

Google Mail SpamHat Google Mail Probleme mit Spam? Gestern hatte ich noch knapp 5.000 Spams. Heute sind es 3.300 mehr — und das auf einen Schlag. Wenn ich im Spam-Ordner ganz an das Ende springe sind dort plötzlich Spams vom 23. Oktober zu finden. Da Spam nur 30 Tage aufgehoben wird und wir heute bereits den 3. Dezember haben scheinen das wohl tatsächlich nachträglich zugestellte Mails zu sein.

Interessanterweise sah ich diesbezüglich gestern bei Blake Ross diesen Post. Er beschreibt hier ein ähnliches Verhalten seines Spam-Ordners. Andere User berichten in seinen Kommentaren auch von plötzlichen Vermehrungen.

Sollte ich jetzt meinen kompletten Spamordner durchsehen? Kann hierzulande jemand Ähnliches berichten?

Spamausbeute

SpamNicht schlecht, die Ausbeute: 3.500 Spams in knapp zwei Wochen. Allerdings ist das nicht der Spam einer einzigen Email-Adresse. Ich leite ca. acht Email-Adressen nach Gmail weiter — darunter auch einige Catch-All.

Aber seit ich Gmail primär als „Email-Client“ benutze macht mir das nix mehr aus. Soll doch der Spam da reinlaufen. Mir ist es wurscht.

Ab und zu durchsuche ich den Spam mit label:spam suchwort und fische ein bisschen Ham heraus — kommt aber ziemlich selten vor, dass ich etwas finde. Der eine oder andere englischsprachige Newsletter landet manchmal versehentlich im Spam. Alles in allem muss ich aber sagen, dass Gmail einen sehr guten Spamfilter hat und ich mittlerweile Gmail liebe.

Ich kann daher jedem nur empfehlen, den Schritt zu wagen und Emails nach Gmail weiterzuleiten — sicherheitshalber kann man ja eine Kopie der Emails immer noch im POP3-Fach aufheben.

Nachtrag Übrigens kann man mit Gmail auch unter einer anderen Email-Adresse Mails verschicken. Bei den „Einstellungen“ verbirgt sich unter dem Tab „Konten“ diese Magie. Hier kann man so viele Emails anmelden, wie man will. Man muss sie nur bestätigen. 🙂 (siehe hier)
2. Nachtrag Wie ich eben bei apollon gesehen habe, gibt es einen guten weiterführenden Artikel bei Netzwelt. Danke, apollon.
3. Nachtrag am 15.12. Mittlerweile habe ich die 10.000-Schallgrenze überschritten. Die haben doch ’nen Vogel.