Das Google Phone G1

Ich konnte nun eine Woche lang das G1 testen. Gleich vorne weg: ich würde das iPhone jederzeit vorziehen. Warum? Weil mich es nervte jedes Mal die Tastatur auszuklappen wenn man mal etwas tippen musste. Und ganz ehrlich: so viel schneller ist man mit einer physischen Tastatur auch nicht. Ganz im Gegenteil, diesen Text schreibe ich gerade mit der WordPress-App auf meinem iPhone.

Von Michael Oryl – originally posted to Flickr as T-Mobile G1 launch event, CC BY-SA 2.0, Link

Auch die wirklich miese Tastaturbeleuchtung tut ihr Übriges. Es kommt stellenweise vor, dass man keine Buchstaben erkennt und nahezu blind tippt. Dies betrifft aber wohl hauptsächlich das weiße G1. Wie die Beleuchtung auf dem schwarzen Modell ist kann ich nicht beurteilen.

Dritter großer Minuspunkt ist der überaus schwachbrüstige Akku. Nutzt man das G1 intensiv, braucht man irgendwann eine Ladestation. Hier muss noch kräftig nachgebessert werden.

Ansonsten ist das G1 nicht schlecht. Ich erlebte keinen einzigen Absturz. Lob hierfür. Auch die Sprachqualität konnte überzeugen.

Das Handling des Android-Betriebssystems hat mir gefallen. Wenngleich ich aber eine klare Linie in der Menügestaltung vermisst habe — jeder App-Hersteller kocht irgendwie sein eigenes Süppchen. Hier punktet das iPhone ganz klar mit seiner einheitlichen GUI.

Die Softwareauswahl im Marketplace ist recht gut. Für jeden wichtigen Aufgabenbereich gibt es gut funktionierende Apps. Viele aber auf englisch. Ich denke aber, dass sich das im Laufe der Zeit ändern wird.

Das Einrichten des G1 ist hingegen ein Kinderspiel. Einfach die Daten des eigenen Google-Kontos eingeben und schon beginnt das G1 mit dem Synchronisieren. Google Mail mit Adressbuch sowie der Google-Kalender waren sehr schnell gesynct. Alles mittels Push. Das hat mir sehr gefallen.

Verarbeitet ist das G1 ordentlich, und es sieht auch garnicht so klobig und hässlich aus wie man es auf Bildern vermuten könnte.

Wer die ganze Zeit einen Bogen um das iPhone gemacht hat sollte sich das G1 eventuell mal in einem T-Punkt ansehen.

Schlecht ist es keineswegs!

Tristesse Deluxe

Wenn ich aus dem Fenster schaue kann ich behaupten, „Ja, genau so fühle ich mich gerade.“ Tristes Wetter und kalter Wind. Grauer Himmel — sagte ich schon mal, dass ich den blauen Himmel liebe? Und die Sonne?

Dieses Scheisswetter passt in der Tat gerade wunderbar zu meinem Gemütszustand. Momentan scheint alles schief zu laufen. Normalerweise bin ich ja mehr der fröhliche Mensch, der gerne der Bäckersfrau morgens nett zulächelt. Das fällt mir momentan unendlich schwer.

Könnte bitte jemand mal einen Sonnentanz veranstalten? Ich will warmes Frühlingswetter!

Und sorge doch bitte mal jemand dafür, dass es mit meinem Gemüt wieder aufwärts geht. Oder vielleicht hat jemand Ideen wie ich das selbst machen kann? Ich weiss, ich soll rausgehen unter Leute. Party machen. Das werde ich auch sicher wieder. Nur momentan fällt es mir schwer. Vor einem Monat ging es mir doch noch richtig gut. Und nun gleicht mein Innerstes einer Portion Hackfleisch.

Wem geht’s ähnlich? Was macht ihr?

Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit

Die heutige Welt, in der wir leben ist schon eine seltsame. Aussagen von Menschen, die einem nahe stehen, stellen sich als unwahr heraus. Vereinbarungen, die in der Vergangenheit getroffen wurden haben wenig Gehalt wie sich später zeigt. Zu lax wird heutzutage mit zwischenmenschlichen Dingen umgegangen.

Mit Phrasen, die für sich alleine gesehen einen äusserst hohen Stellenwert haben, wird inflationär um sich geschmissen. Diese berühmten drei Worte sollte man wirklich nicht zu oft sagen. Werden diese drei Worte (gerne auch mal SMS/chat-tauglich durch die beiden Versalien vertreten) dem nahestehenden Menschen zu oft mitgeteilt, verwässert die Bedeutung. Man ist sich nicht mehr sicher, ob das überhaupt noch ernst und aufrichtig gemeint ist. Irgendwann wird dann nur noch reflexartig geantwortet. Bedeutungsvolle Bekundungen werden quasi „durchgewunken“ und verschwinden zwischen Smalltalk.

Wenn einem etwas stört sollte man dies mitteilen. Sicher kommt es mal vor, dass man bestimmte Dinge in sich hineinfrisst — weil es zum Teil gravierende Probleme sind, die man erst einmal für sich selbst versucht zu lösen. Man sollte aber nicht zu viel in sich hineinfressen, sondern damit auf den Partner zugehen. Anderweitig läuft man Gefahr in einem Geflecht von Beschwichtigungen und Unwahrheiten zu ersticken. Fehler sucht man häufig bei den anderen. Man sollte aber auch bei sich suchen. Auf Fehler sollte man den Partner hinweisen. Wenn einem etwas missfällt oder stört, sollte man unbedingt den Mut zur Ehrlichkeit haben und den Partner notfalls mehrmals darauf hinweisen.

Dunkle Wolken ziehen auf. Es gibt immer mal Probleme. Eine Welt ohne Probleme gibt es nicht. Das Tückische dabei ist, dass manche Probleme nicht jeder sofort sieht. Anstatt dem Anderen diese „Wolken“ zu zeigen, weil er diese nicht sieht, wird resigniert. „Du hörst ja nicht zu„, hört man dann. „Ich hab’s dir doch mehrmals gesagt.“ Dann muss man denjenigen einfach mal nehmen und wachrütteln. Nicht jeder sieht einer Wolke an, dass sie dunkel ist. Für andere sind diese vielleicht grau und nicht wirklich bedrohlich. Und dann löst man dieses Problem gemeinsam. Gemeinsam ist man stark.

Wenn man seinen Partner wirklich liebt, wird man ihm hundertmal etwas erklären und ihm immer wieder helfen. Man sollte bei Problemen oder Unstimmigkeiten nicht flüchten und den finalen Weg der Trennung wählen. Vielmehr sollte man sich intensiv zusammen setzen und miteinander reden. Dann schmiedet man einen Plan um das Problem gemeinsam zu lösen. So funktioniert Partnerschaft.

Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit: davon wünsche ich mir mehr auf der Welt.

Und eines weiss ich für mich ganz genau. Die drei Worte werde ich ab sofort nur noch äusserst bedacht und behutsam benutzen. Weniger ist mehr.

Im TV dank twitter

Am Mittwoch, den 4.3. wurde in der Sendung „Bauerfeind“ auf 3sat unter anderem über den Microblogging-Dienst twitter berichtet. Da habe ich viele bekannte Gesichter gesehen. Unter anderem war ich auch kurz zu sehen. 🙂

twitter_3sat

Ein weiteres Beispiel, das zeigt wie twitter immer mehr den Weg in den Mainstream findet.

Mauer das Herz zu

Ich glaube ich mach das. Ich mauere mein Herz einfach pickeldicht zu. Da kommt keine mehr dran so schnell. Am besten noch eine Selbstschussanlage dabei. Dass bloss niemand rein kann. Irgendwie hab ich kein glückliches Händchen.

Kennt ihr das Gefühl, wenn man meint im innern explodiert gleich alles? Oder wenn in der Brust so ein ätzendes Gefühl hochschießt?

Man möchte am liebsten mit dem Kopf eine Marmorplatte zerbersten lassen. Möchte so laut schreien, dass man es noch drei Straßen weiter hört.

„Warum, warum, warum?“, fragt man sich unentwegt.

So unendlich niederschmetternd ist es, wenn man urplötzlich entliebt wird. Das geht schnell. Lasst euch das gesagt sein. Ohne Vorwarnung stehst du da wie der letzte Hans. Und guckst belämmert aus der Wäsche. Die Gründe kann man eher nicht nachvollziehen. Oder zumindest nur zum Teil. Im Grunde gibt es doch nur zwei Möglichkeiten. Entweder liebt man sich, oder nicht. Ist eigentlich so einfach. Denn dann schafft man alles. Wirklich alles. Da kann man mir erzählen, was man will. Gemeinsam ist man stark.

„No woman no cry!“, was ein wahrer Titel eines Songs. Aber ohne geht doch auch nicht. Alles Mist.

Auf ein neues? Oder wie geht’s jetzt weiter? Nää. Ich habe die Schnauze jetzt erst einmal gestrichen voll.