Google Mail für jeden

Ich traute eben meinen Augen nicht als ich mich mal wieder in Google Mail eingeloggt habe — in letzter Zeit mach ich das seltener, da ich die Mails per POP3 abrufe (btw, wie wäre es denn, wenn Google auch noch IMAP anbieten würde?).

Nunja, auf jeden Fall rieb ich mir erst einmal die Augen als ich die verbliebenen Google Mail-Einladungen sah.

Anscheinend tritt Google nun auf das Gaspedal. Somit dürfte eine Google Mail-Adresse nichts besonderes mehr sein. Einladungen en masse gibt es z.Z. auf isnoop.net.

Katz- und Mausspiel bei Heise.de

Seit gestern morgen leidet die renommierte IT-News-Seite heise online unter einer massiven DOS-Attacke, berichtet Golem. Der Loadbalancer kann den extrem starken Traffic nicht verkraften.

Heise versucht durch verschiedene Aktionen der Lage Herr zu werden, aber der Angreifer kontert geschickt, indem er die Attacken auf die neuen Server zeitnah umleitet — wodurch quasi ein Katz- und Maussituation entsteht.

Der Heise-Verlag hat unterdessen 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Eine eigene Meldung gibt es auf Heise — wenn die Server denn erreichbar sein sollten:

Gezielte Denial-of-Service-Attacke gegen heise online

Das Webangebot heise online wurde seit Montag durch mehrere Wellen mit so genannten Denial-of-Service-Attacken unbekannten Ursprungs zeitweise lahm gelegt. Der Heise Zeitschriften Verlag wird Strafanzeige stellen und setzt eine Belohnung von 10.000 Euro aus für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Bisher sind vier Angriffe auf das meistbesuchte deutschsprachige IT-Nachrichten-Angebot im Internet zu verzeichnen. Dabei wurden so viele Anfragen an den Server gerichtet, dass sie zu einem Totalausfall von über fünf Stunden geführt haben.

Der erste Angriff erfolgte gestern (Montag) gegen 10 Uhr und sorgte für eine Überlastung eines Load Balancers, der sämtliche Aufrufe von www.heise.de auf rund 25 einzelne Web-Server unter Linux und eine Solaris-Maschine verteilt, die zusammen das Online-Angebot des Heise Zeitschriften Verlags bilden.

Fällt der Load Balancer aus, ist heise online nicht mehr erreichbar. Normalerweise hat diese Hardware genügend Reserven für den stärksten Besucherandrang. Gestern musste sie jedoch zweimal neu gestartet werden, und selbst ein Backup-System sowie das Aufrüsten mit zusätzlichem Speicher reichten nicht aus, um den Angriffen standzuhalten.

Zurzeit treibt der Angreifer ein Katz- und Mausspiel mit den Technikern des Verlags. Kurze Zeit, nachdem heise online eine Änderung vornimmt, um die Web-Seite wieder erreichbar zu machen, reagiert der Angreifer und passt seine Attacken an die neue Situation an. (jk/c’t)

Mittlerweile berichten viele Online-Medien über diesen Angriff:

Auch in der Blogsphäre wird das Thema mittlerweile aufgegriffen.

Nachlese:

Update 20:21 — Anscheinend ist die Welle verebbt. Heise.de ist wieder erreichbar. Ich frage mich aber, wie lange?